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ZAA-Veranstaltung, 13. Juni 2018

Deutschland in NATO und EU: Führen oder gehorchen? 

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Jürgen Wagner, IMI (Informationsstelle Militarisierung)

Schon lange soll die EU auch militärisch eine Großmacht werden. Weil Großbritannien, bislang Bremser einer Militarisierung der EU, die EU verlässt, scheint der Weg für eine ine "Ständige Strukturierte

Zusammenarbeit" (engl.: PESCO) solcher EU-Mitgliedsstaaten frei, die in der "Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik" (GSVP) zusammenarbeiten wollen. Deutsche Außen- und Militärpolitik hat sich hier besonders engagiert, verfolgt aber gleichzeitig das Ziel, in derNATO mit der Bundeswehr als "Rahmenarmee", in die Armeeteile kleinerer NATO-Staaten integriert werden, eine führende Stellung einzunehmen. 

Der Außenpolitik der Trump-Administrationen scheinen all dieseBestrebungen unter ihren Verbündeten herzlich gleichgültig zu sein, Hauptsache, die Verbündeten helfen, US-amerikanische Politik durchzusetzen, andernfalls werden sie selbst zum Objekt dieser Politik. Das Bestreben, den Einfluss deutscher Politik in der EU und in der NATO zu erhöhen, scheint nicht zu gelingen.

Jürgen Wagner von der IMI (Informationsstelle Militarisierung) ist Verfasser einiger Fachpublikationen, zuletzt: „NATO-Aufmarsch gegen Russland. Wie ein neuer Kalter Krieg entfacht wird“.

Mittwoch 13. Juni 2018, 19 Uhr, DGB-Haus Neumünster, Carlstraße