Ostermarsch Kiel abgesagt wegen Corona

Wir haben uns entschlossen , den diesjährigen Ostermarsch nicht stattfinden zu lassen. Uns ist bewußt, dass es gute Gründe für einen Ostermarsch gäbe und sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Wir hatten uns aber zu einer Absage entschlossen, weil alles andere den Auflagen widerspräche und wir auch niemanden in Ansteckungsgefahr bringen möchten (uns eingeschlossen). Darüber hinaus fanden wir es auch wichtig, Solidarität mit denjenigen zu üben, die sich in angeordneter oder freiwilliger Quarantäne befinden. Aus den genannten Gründen haben wir uns auch entschlossen, uns an der geplanten Aktion Karfreitag am Fliegerhorst  Jagel nicht zu beteiligen.

Schließlich erreichte uns noch ein aktueller Aufruf des DGB Kiel Region und ver.di Nord zum Ostermarsch 2020.
Wir wünschen allen gute Gesundheit und einen hoffentlich baldigen Neustart aller notwendigen politischen Aktionen.

DEF 2020 - Protestaktion in Bremerhaven

Das Nord-Bündnis gegen Defender 2020 ruft auf zu Protestaktionen am Samstag, 22. Febr., ab 11 UHr in Bremerhaven. Flyer

DEr DGB Nord hat zu Defender eine Erklärung formuliert: Flyer

Friedensritt - Wer macht mit?

Die Initiative FRIEDENSRITT hat sich in diesem Jahr die Ostseeregion für ihre Reitwanderung vorgenommen. Vom 17. - 26. Juli 2020 sind sie
von Jagel über Eckernförde nach Kiel unterwegs. Das diesjährige Motto lautet: Die Ostsee muss ein Meer des Friedens werden!

Interessierte können sich bei den Organisator*innen melden (siehe Flyer)

 

Stopp Defender 2020

Im Dezember fand in Leipzig  eine Aktionsberatung gegen Defender 2020. Dabei wurde ein Aufruf verabschiedet.

Aktionsberatung gegen Defender 2020

Aktionsberatung gegen Defender 2020 in Hamburg, 18. Januar 2020

Mobilisierung gegen Defender 2020

Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete  unlängst in einem Informationsbrief über Defender 2020 an alle Bundestagsabgeordneten Deutschland als „“strategische Drehscheibe für NATO-Kräfte“. Weil diese militärische Übung nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, sah sich Sebastian Bruns vom Kieler Institut für Sicherheitspolitik unlängst genötigt, auf einen weiteren Aspekt der Übung hinzuweisen: “Die Deutschen sind militärisch entwöhnt. Dabei kann es einer Gesellschaft durchaus guttun, durch eine Übung wie Defender 2020 daran erinnert zu werden, welchen Preis die Verteidigung von Freiheit unter Umständen haben kann“ (zitiert nach Barmstedter Zeitung vom 14.1.2020). Die Bemerkung von Bruns macht deutlich, dass es sich um mehr als eine logistische Übung handelt, nämlich um eine realitätsnahe militärische Zuspitzung der Konfrontationspolitik gegenüber Russland. 

Nachdem es bereits gegen Ende 2019 erste Vernetzungstreffen in Leipzig und Soltau gab, hatte ein Friedensbündnis zu einer Nord-Beratung nach Hamburg eingeladen, das am 18. Januar im Curiohaus stattfand. Von dem Zuspruch waren selbst die Einlader*innen überwältigt: Über 100 Aktivist*innen aus den Nordländern Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatten sich eingefunden, um ihre Ideen und Vorschläge für eine Anti-Defender-Kampagne einzubringen. Nach einem historischen Rückblick auf die (geo-) strategischen Hintergründe der NATO-Osterweiterung berichtete zunächst Charly Braun (so hieß er tatsächlich) über ein Treffen in Soltau. Er verwies auf den großen Truppenübungsplatz Fallingbostel, der vermutlich in die Übungsplanungen von Defender 2020 eine Rolle spielen wird. Die Nachbarschaft zu der nahe gelegnen KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen könnten prädestinieren als Standort für eine zentral-regionale Aktion. Der von den lokalen Akteur*innen ins Auge gefasste Termin 8./9. Mai 2020 wurde allerdings von einem Teil der Anwesenden zugunsten bereits geplanter Aktionen (75 Jahre Kriegsende) abgelehnt. 

Torsten Schleip berichtete von dem Leipziger Bündnistreffen, bei dem noch keine konkreten Aktionen beschlossen wurden. Möglicherweise wird Magdeburg als zentraler Ort bei Aktionen eine Rolle spielen. Verwiesen wurde auf den in Leipzig verabschiedeten Aufruf „Stopp Defender 2020“, auf den sich die Anwesenden als zentralen Aufruf  verständigten. In der Diskussion wurde schnell deutlich, dass sowohl regionale als auch lokale Aktivitäten notwendig seien, wobei das Spektrum alle Spielarten des Protestes von Blockaden bis Mahnwachen in Erwägung gezogen wurden. Deutlich wurde auch die Notwendigkeit, die lokalen Medien zu informieren, um eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Auch kommunale Vertreter*innen sollen angesprochen werden, weil im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit Kommunen über eventuelle Gefahren informiert werden.

In der abschließenden Aktionsdiskussion wurde verabredet, die Seite der Friedenskooperative (https://www.friedenskooperative.de) als  zentrale Aktionsseite für Informationen rund um Defender 2020 zu sammeln und zu bündeln. Ob und welche Aktionen bereits zu den im Februar erwarteten ersten Schiffstransporten stattfinden, soll auf einem weiteren Aktionstreffen am 15. Februar in Hamburg beraten werden.Text als PDF 

Benno Stahn, Kieler Friedensforum

 

Seite 1 von 9